Bürgermeisterkandidat
Kommunalwahl 2016
Wir haben 24 Gäste online

Zum Ergebnis der Wahlen in Steffenberg


In Steffenberg ist die Wahlbeteiligung gegenüber der Kommunalwahl von 2006 um 4 % gestiegen. Das ist zunächst ein erfreuliches Ergebnis. Wenn aber bedacht wird, dass die Wahlbeteiligung nur auf 47 % gestiegen ist, dann bedeutet das, 53 % der Wählerinnen und Wähler – also die größte Gruppe – sind nicht zur Wahl gegangen.

Steffenberg liegt in der Wahlbeteiligung damit 4 % unter dem Kreisdurchschnitt. Aber alle, die an der Politik beteiligt sind, muss ein solches Ergebnis deutlich aufrütteln. Die Politik verliert mehr und mehr an Akzeptanz bei den Menschen und das ist nicht gut, denn eine Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger sich aktiv an der Politik beteiligen, auch und gerade bei Wahlen.


Interessant ist die Analyse der Wahlbeteiligung in den Ortsteilen. Am stärksten ist die Wahlbeteiligung in Quotshausen mit 15,6 % gestiegen, gefolgt von Steinperf mit 10 % und Obereisenhausen mit 4,9 %. Während in Niedereisenhausen die Wahlbeteiligung praktisch gleich geblieben ist, fiel sie in Oberhörlen um 7,3 % und in Niederhörlen sogar um 27%.


Trotz der niedrigeren Wahlbeteiligung steigt in diesen beiden Ortsteilen das Ergebnis der BLS mit 20 % in Oberhörlen und 8 % in Niederhörlen. Die höhere Wahlbeteiligung in Quotshausen kommt fast ausschließlich der BLS zu gute, die hier um 13,7 % zulegt. In Steinperf, der Hochburg der BLS, konnte diese nochmals 2% zulegen. Sie hat dort nun eine satte 2/3 Mehrheit.


Unser Wahlergebnis wird allein von Niedereisenhausen und Obereisenhausen getragen. In Niedereisenhausen konnten wir 1,1% zulegen, in Obereisenhausen ging unser Ergebnis um 1% zurück. Die höchsten Verluste hatten wir in Oberhörlen mit 14,3 % (dies dürfte auf einen fehlenden Kandidaten oder eine Kandidatin auf unserer Liste in dem Ortsteil zurückzuführen sein). In Niederhörlen verloren wir 11,4% und in Quotshausen 9,1 % der Stimmen. Im Ortsteil Steinperf erreichte die SPD nur noch 11%, das historisch niedrigste Ergebnis bei einer Kommunalwahl -  und das in einem Ortsteil, der früher einmal eine Hochburg der SPD war.


In unserer Gemeinde zeigt sich also eine Zweiteilung: In Niedereisenhausen und Obereisenhausen ist die SPD die stärkste Partei, in Steinperf, Ober- und Niederhörlen und Quotshausen gibt die BLS politisch den Ton an. Die CDU, die mit 20,1 % das niedrigste Ergebnis aller Gemeinden des Landkreises hinnehmen musste, verlor in allen Ortsteilen Stimmen, außer in Niederhörlen, wo sie ihren Anteil um 2% steigern konnte.


Am Ende noch eine für die SPD versöhnliche Zahl: Bei der Kreiswahl ist die SPD trotz eines Verlustes von 3,2% stärkste politische Kraft in Steffenberg mit 37,9 % der abgegebenen Stimmen geblieben. Danach folgt die CDU mit 29,6 %. Stark zugelegt haben auch bei uns die Grünen, um fast 10 % auf 13,1%. Besonders auffällig ist aber, dass die Freien Wähler (das Gegenstück zur BLS auf Kreisebene) fast 5% eingebüßt haben und nur noch 9,8 % erreichen konnten.


Fazit: Das Ergebnis der Kommunalwahl für die SPD ist nicht schön zu reden. Wir haben alle Veranlassung, uns erkennbarer in das politische Geschehen vor Ort einzumischen. Wir müssen den Bürgerinnen und Bürgern deutlicher zeigen, dass eine an ihren Bedürfnissen orientierte Politik für uns das Wichtigste ist. Steffenberg muss nach vorne entwickelt werden, das gilt für die von uns in Steffenberg geforderte Energiewende genauso wie für die zukunftsorientierte Entwicklung aller Ortsteile. Das geht nur mit gemeinsamem Handeln – wenn die politisch  Mithandelnden daran Interesse haben. An uns wird es nicht liegen.