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Infoblatt Erneuerbare Energien


Erneuerbare Energien – ein Thema für die gemeindliche Politik in Steffenberg


Die aktuellen Ereignisse in Japan haben es wieder einmal deutlich gezeigt: Unsere hoch technisierte Welt ist anfällig und wir brauchen dringend erneuerbare Energien, um unsere Zukunft zu sichern. Raus aus der unsicheren Atomenergie und mit gemeinsamen Anstrengungen auf allen Ebenen, rein in erneuerbare Energien.
Viele Menschen haben dies in Steffenberg erkannt und auf privater Ebene für Dämmung von Häusern, Bau von Photovoltaikanlagen, Einbau modernen Heizungsanlagen usw. gesorgt. Aber die kommunale Politik verschließt sich ständig diesem Thema:

Es ist immer wieder dasselbe Spiel: Kaum gibt es eine Initiative, wie jüngst aus der Gemeinde Bad Endbach für den Bau einer Windkraftanlage und schon kommt die Ablehnung von der Bürgerliste, der CDU und dem Bürgermeister. Diesmal geht es wieder einmal um Windräder die nun einmal nur da stehen können, wo es auch entsprechend Platz dafür gibt. Und das sind Orte, an denen es eine Windausbeute gibt. Aber kaum ist ein Plan da, wird über „unnötige Investitionen“ lamentiert, werden ohne gründliche Kenntnis der Fakten Planungen abgelehnt nach dem Motto: „Lieber St. Florian,  verschon uns mit dem Rad fürn Wind, stell`s schnell wo anders hin geschwind“. Also stellt der Bürgermeister den Antrag, sich gegen die Planung der Nachbargemeinde auszusprechen und Bürgerliste und CDU haben nichts Bedeutsameres zu tun, als genau diesem Vorschlag zuzustimmen.

Dass damit wieder ein Projekt erneuerbarer Energien in Frage gestellt wird – das scheint diese Politikerinnen und Politiker nicht zu berühren, es ist ja auch nicht das erste Mal, eine solche Planung zu vereiteln.
Erinnern Sie sich noch an die Ideen, die in Angelburg entwickelt wurden? Hier ging es um eine Anlage, die sogar noch Gewerbesteuer für die Gemeinde bringen könnte. Und nur die Idee des Nahbarbürgermeisters setzte eine Lawine der Empörung aus der Bürgerliste in Bewegung.

Eine spannende Frage: Auf welchem der Gemeinde gehörenden öffentlichen Gebäude gibt es eine Photovoltaikanlage? Richtig: Auf keinem.

In Steffenberg hat die Gemeinde Dank der Politik von CDU und Bürgerliste mit regenerativer Energiegewinnung ganz offensichtlich nichts am Hut. Das was andere Gemeinden bereits als wichtig erkannt haben gilt für die Daseinsvorsorge in Steffenberg. Dabei wissen wir, und das sagt zumindest auch der CDU-Landrat immer wieder, ohne eine Investition in regenerative Energie, sei es Photovoltaik oder Windenergie oder Bioenergie können wir unseren Wohlstand nicht beibehalten.

Steffenberg dürfte eine der wenigen Kommunen in Hessen sein, die immer noch nicht die Notwendigkeit erneuerbarer Energiegewinnung erkannt hat. Das wollen wir in der Zukunft verhindern. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Holger Klau hat Recht, wenn er in der letzten Gemeindevertretung festgestellt hat, dass Steffenberg ganz offensichtlich die einzige Kommune im Landkreis ist, wo von Seiten der Gemeinde jegliche Aktivität in Richtung regenerativer Energien abgelehnt wird.
Das wollen wir ändern. Wir wollen in erneuerbare Energien investieren, weil wir damit einen Beitrag für die Sicherung der Zukunft leisten, weil wir Geld sparen und Einnahmen gewinnen können und weil dies ganz wichtig ist, denn wir werden in wenigen Jahren über viel weniger Finanzmittel in der Gemeinde verfügen, wenn der größte Gewerbesteuerzahler seinen Betrieb verlagert.